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10.02.2008 1513
Almanya ateşten gömlek

Almanya'da bin 525 Türk'le yapılan araştırma gurbetçilerin en önemli sorununun işsizlik ve yabancı düşmanlığı olduğunu gösteriyor..

Almanya'nın Ludwigshafen kentinde 9 vatandaşımızın ölümüyle sonuçlanan yangın, gözlerin gurbetçilerin yaşadığı sorunlara çevrilmesine neden oldu. Başbakanlık Aile Araştırma Kurumu'nun 2006 yılı sonunda Türklerin yoğun olarak yaşadığı 9 şehirde bin 525 kişi ile yaptığı araştırmanın sonuçları bu sorunları gözler önüne seriyor.

DÖNMEK İSTİYORLAR

* Vatandaşlarımızın ortalama aylık geliri bin 781 Euro ve bu ülkenin milli gelirinin çok altında.

* Vatandaşlarımızın en önemli sorunu yüzde 32.6 ile işsizlik ama bunu yüzde 8 ile yabancı düşmanlığı, yüzde 10 ile Almanların önyargıları izliyor.

* Vatandaşlarımızın Almanya'da kalış süreleri arttıkça yabancı düşmanlığından etkilenme oranları artıyor.

* Vatandaşlarımızın yüzde 70.7'si çocuklarının burada yetişmesinden endişe ediyor ve yüzde 39.9'u bunun nedeni olarak yabancı düşmanı grupların saldırısını gösteriyor.

* Yüzde 47.6'sı yabancı grupların saldırısından çekindiğini ifade ediyor.

* En büyük göçmen grubunu oluşturmaları nedeniyle Türkler, yabancı düşmanı grupların en belirgin hedefi.

* Yüzde 77.7'si dönmek istiyor.

Kaynak: www.sabah.com.tr ... »

10.02.2008 1512
Ludwigshafen daki büyük yanginin nedenleri açikliga kavusturulmalidir!

03 Subat 2008 günü aksamüstü saatlerinde Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) kentinin merkezinde bulunan ve agirlikli olarak Türk göçmenlerin oturdugu bir binada feci bir yangin çikti. Bu trajik olay sonucunda, besi çocuk olmak üzere toplam dokuz kisi yasamini yitirdi, 60 kisi de yaralandi.

Yarali olarak kurtulanlara ve yasamini yitirenlerin yakinlarina en derin geçmis olsun dileklerimi iletmek istiyorum. Baslarindan geçen bu olayin etkilerini, yasamlari boyunca unutamayacaklardir.

Olayi yasayan bazi kisilerce de dile getirilen, bu olayin kasitli bir kundaklama olabilecegi yönündeki kuskular ciddiye alinmali ve olay ile ilgili ayrintilar bir an önce arastirilmalidir. Ayni sekilde, yangina çagirilan itfaiye kuvvetlerinin belki de yeterince etkin biçimde müdahalede bulunmadiklari ve böylelikle binada mahsur kalanlarin bu durumlarinin gereksiz yere uzadigi yönündeki suçlamalar da objektif biçimde açikliga kavusturulmalidir.

Bu nedenle, yanginin nedenlerini belirlemek üzere ivedi olarak bir arastirma komisyonu kurulmasi önerisi olumlu karsilanmalidir. Bu komisyonda, Türkiye den gelecek uzmanlar da yer alacaktir. Gerçeklesmesi beklenen bu Alman-Türk isbirligi, yangindan etkilenenlerin, yangin nedenlerini ve seyrini eksiksiz olarak açikliga kavusturmak için ilgililerin ellerinden geleni yapmakta oldugu yönündeki güvenini arttiracaktir.

Prof. Dr. Hakki Keskin
EU- Erweiterungsbeauftragter der Fraktion DIE LINKE.
Mitglied des Ausschusses für die Angelegenheiten der EU

09.02.2008 1511
Nach Ludwigshafen - Darum misstrauen sich Türken und Deutsche

Faruk Sen, der Leiter des Zentrums für Türkeistudien

In Ludwigshafen ist es deutlich geworden: das Misstrauen der Türken gegenüber den Deutschen. Faruk Sen erklärt auf WELT ONLINE, warum Misstrauen zur Normalität gehört und teilweise die Quittung für eine verfehlte Einwanderungspolitik ist. Ludwigshafen sei die Nagelprobe, ob sich Deutsche und Türken zusammenraufen können.

Nach der Brandkatastrophe von Ludwigshafen werden von allen Seiten Misstöne im deutsch-türkischen Verhältnis beklagt. In der Tat ist es schwer erträglich, wenn Rettungskräfte, die unter Einsatz ihres Lebens Menschen aus der Feuerhölle gerettet haben, sich nachher Anfeindungen bis hin zu körperlichen Angriffen ausgesetzt sehen und ihr Engagement und guter Wille von den türkischen Medien in Zweifel gezogen werden.

Das Misstrauen der Türken gegenüber den Deutschen, das im Umfeld der Katastrophe zu Tage getreten ist, ist aber nichts anderes als ein bedauernswerter Aspekt deutsch-türkischer Normalität. Aus Anlass eines Unglücks, das sich vom Augenschein her tatsächlich in eine lange Reihe von Anschlägen gegen Türken in Deutschland einreihen könnte, tritt er nur offener als sonst zu Tage. Deutsche, die sich wundern, dass die Wunden des rechtsradikalen Anschlags von Solingen 1993 in der türkischen Bevölkerung bis heute nicht verheilt sind, sollten sich die besondere Qualität dieses Verbrechens vergegenwärtigen. Fremdenfeindliche Gewalt ist nicht mit gewöhnlichen kriminellen Taten gleichzusetzen. Hier werden nicht nur Individuen Opfer, sie stehen stellvertretend für eine ganze Bevölkerungsgruppe, die mit der Tat getroffen und der damit ihre Existenzberechtigung abgesprochen werden soll. Rechtsradikale Gewalt hat eine Signalwirkung, die nur diejenigen wirklich nachempfinden können, gegen die sie sich richtet. Vor diesem Hintergrund werden die empfindlichen Reaktionen türkischer Gemeinden auf Ludwigshafen verständlich.

Die Berichterstattung in türkischen Medien nach dem Brand ist nicht nachvollziehbar. Ihretwegen darf das Engagement seitens der türkischen Politik und Öffentlichkeit für die noch immer als Landsleute angesehenen Deutschtürken aber nicht dem Generalverdacht ausgesetzt werden, die Bevölkerung in Deutschland solle gespalten und es solle Zwietracht gesät werden. Bei 2,7 Millionen Menschen mit türkischen Wurzelen in Deutschland, Millionen Rückkehrern in die Türkei und Verwandten der Deutschtürken am Bosporus ist das Interesse an der Situation der Deutschtürken ganz selbstverständlich riesengroß, ebenso wie die Angst um die Angehörigen. Vor diesem Hintergrund ist auch der Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan in Ludwigshafen zu verstehen. Man muss ihn letztlich als recht normalen Vorgang werten.

Der Weg in eine deutsch-türkische Normalität, die frei von Ängsten und Misstrauen ist, wird noch lang sein. Dies sollte aber niemanden entmutigen. Teilweise bekommt Deutschland heute die Quittung für eine über Jahrzehnte verfehlte Politik gegenüber seinen Einwanderern, die zu lange als der deutschen Gesellschaft nicht wirklich zugerhörig betrachtet wurden. Die Rückkehrförderung, also der Versuch, sich der Angehörigen der ehemaligen Gastarbeitermigration wieder zu entledigen, ist kaum mehr als 20 Jahre her. Erst seit 2000 werden Kinder der Zuwanderer als deutsche Staatsbürger geboren. Noch immer gibt es Benachteiligungen der Türken beim Zugang zum Arbeitsmarkt gegenüber Deutschen und EU-Bürgern. Vor diesem Hintergrund konnte ein Klima echten Vertrauens nur schwer entstehen. Aber es ist nicht zu spät. Ludwigshafen ist vielleicht eine wichtige Nagelprobe, ob sich Deutsche und Türken zusammenraufen können.

Der Autor ist Direktor der Stiftung Zentrum für Türkeistudien in Essen

Quelle: www.welt.de ... »

09.02.2008 1510
APPELL IN MÜNCHEN - Erdogan pocht auf EU-Beitritt

Der türkische Ministerpräsident hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz eindringlich für den EU-Beitritt seines Landes geworben: Die EU sei kein "Christenclub", sagte Erdogan. Deutsche Unionspolitiker beharren weiter auf einer privilegierten Partnerschaft.

München - Mit seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat Recep Tayyip Erdogan einen offenen Streit mit deutschen Unionspolitikern entfacht. "Wir wissen, wo wir hin wollen und das ist die Vollmitgliedschaft", stellte Erdogan in seiner Rede klar. Den Vorschlag von CDU und CSU für eine "privilegierte Partnerschaft" zwischen der Türkei und der EU wies Erdogan als unfair zurück: "Man kann nicht mitten im Spiel die Regeln ändern. Das geht nicht."

CSU-Chef Erwin Huber erwiderte, seine Bedenken gegen eine EU-Vollmitgliedschaft seien keine Diskriminierung der Türkei. Die Integrationsfähigkeit der EU sei aber begrenzt. Deshalb werbe er weiter für eine "privilegierte Partnerschaft". Der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok sagte, die politischen Kriterien für einen Beitritt seien bislang keineswegs erfüllt. Als Beispiel nannte er die Aufhebung des Kopftuchverbots an türkischen Universitäten.

Erdogan sagte, ihm gefalle der Begriff "privilegierte Partnerschaft" überhaupt nicht. Zu einer Vollmitgliedschaft gebe es "keine Alternative". Die Türkei sei bei der Erfüllung der Beitrittskriterien gut vorangekommen. Er warf Huber Unkenntnis der tatsächlichen Situation in der Türkei vor. Es gebe keine Probleme bei der Integration in die EU. "Jeder weiß das", sagte Erdogan.

Erdogan: Islam steht für "Frieden und Toleranz"

Zugleich warnte der türkische Premier davor, den Islam als Argument gegen einen Beitritt zu missbrauchen. Die EU sei doch kein "Christenclub". Der Islam stehe für "Frieden und Toleranz gegenüber Andersgläubigen". Wer den Islam mit etwas anderem assoziiere, "kennt den Islam nicht".

Erdogan stellte in seiner Rede auch die strategische Bedeutung seines Landes heraus. Schon jetzt führe die viertgrößte Energie-Importroute der EU durch die Türkei. Ihre Funktion als "Energiekorridor" verdreifache die Bedeutung der Türkei. Er vertrete zudem ein "Schlüsselland" im Zentrum einer kriegsgeschüttelten Region. Erdogan forderte die Teilnehmer der Sicherheitskonferenz auf, die Bewerbung der Türkei um einen der nichtständigen Sitze im Uno-Sicherheitsrat zu unterstützen.

Der türkische Premier kritisierte zugleich das Verhalten einiger europäischer Staaten gegenüber der kurdischen Terrororganisation PKK und ihren Tarnorganisationen. Selbst per Interpol gesuchte Terroristen würden nicht an die Türkei ausgeliefert, sondern frei gelassen. "Das verstehen wir nicht", sagte Erdogan. Die PKK finanziere sich über Menschenschmuggel und Drogenhandel. Insofern schadeten zögerliche Länder ihrer eigenen Jugend. Er kündigte an, die Türkei werde ihre militärischen Operationen gegen die PKK im benachbarten Nordirak fortsetzen, bis diese Bedrohung für ihre Bürger beseitigt sei.

Quelle: www.spiegel.de ... »

09.02.2008 1509
Schäuble in der Türkei - „Hier endet für mich Europa“

Denn wenn der Gast die Gastgeber nicht in der EU haben möchte, bleibt der Umgang miteinander steif

Von Peter Carstens

06. Februar 2008 „Diskriminierung von Deutschen“, zischt Wolfgang Schäuble und meint die Titelzeilen türkischer Zeitungen, die ohne Anhaltspunkt das Feuer von Ludwigshafen mit dem Brandanschlag von Solingen verglichen haben. Man sei kein „Volk, das Brandsätze wirft auf Türken“. Schon drei Tage ist der Minister in der Türkei, ein Arbeitsbesuch, eine Höflichkeitsreise. Doch von Anfang an wurde er in Ankara und Istanbul auch mit Vorhaltungen konfrontiert: wegen der Alltagsprobleme mit dem deutschen Ausländerrecht, des Hessen-Wahlkampfs der Union oder des Feuers in Ludwigshafen.

Jetzt, in einem Palast-Hotel am Bosporus in Istanbul, schwingt Empörung in seinen Worten. In kurzer Folge gießt Schäuble ätzende Bemerkungen über den türkischen Botschafter, die einheimische Presse und ihre Ableger in Deutschland. Auch Unmut über den Ton der türkischen Regierung lässt er spüren. Ja, sagt er mit gequältem Gesichtsausdruck, er begrüße den Wunsch, Ermittler nach Ludwigshafen zu schicken. Auch dass Ministerpräsident Erdogan selbst zum Brandort fahren wolle, finde er „in Ordnung“.

Diese Äußerungen entsprechen nicht ganz Schäubles ersten Gedanken zu dem öffentlich und propagandistisch vorgetragenen Ansinnen der Türkei. Sie sind vielmehr Ergebnis des Nachdenkens und Abwägens. Abgesehen davon, dass nicht der deutsche Innenminister über eine solche „Amtshilfe“ entscheidet, sondern der rheinland-pfälzische Innenminister. Es gebe bisher, so Schäuble, keine Hinweise auf eine fremdenfeindliche Straftat. Jetzt müsse erst einmal ermittelt werden.

Misstrauen, und Verdächtigungen

Die Auffassung, nur unter den Augen türkischer Beamter könne eine solche Ermittlung ordnungsgemäß ablaufen, will der Minister gar nicht erst mit örtlichen Polizeimanieren vergleichen. An den Gang der Untersuchung im Fall Marco möchte er schon gar nicht erinnern. Vielmehr erkenntSchäuble die Möglichkeit, die Wogen in der Türkei zu glätten, wenn Landsleute der Brandopfer amtlich bezeugen, was ohnehin selbstverständlich ist: dass nämlich in Ludwigshafen ordentlich ermittelt wird.

Der Fall zeigt jedoch dem deutschen Reisenden, was das türkische Verhältnis zu Deutschland neben alter Freundschaft auch prägt: Misstrauen, Verdächtigungen, Minderwertigkeitsgefühle, vermengt mit aufgeregtem Nationalismus. Und wenn der Gast zudem die Gastgeber nicht in der EU haben möchte, dann bleibt der Umgang miteinander steif und schwierig. „Hier“, sagt Schäuble und blickt aus dem Hotelfenster auf die kleinasiatische Seite Istanbuls jenseits des Bosporus, „hier endet für mich Europa.“ Das zeige ihm schon der Atlas. Und in Ankara? „Nein, in Ankara fühle ich mich nicht mehr in Europa.“ Solch klare Worte sind in der Türkei nicht jedermanns Sache.

Schäuble schafft ein neues Forum

Tags zuvor hatte Schäuble in der Hauptstadt Ankara die Visastelle der deutschen Botschaft besucht. Dort werden die Entscheidungen alltäglich fühlbar, die im fernen Berlin getroffen wurden. „Aile bifrlesimi“ - Familienzusammenführung steht auf dem Blechschild, das im Hof an einem Drahtseil baumelt. Schäuble lässt sich vom Leiter der Visastelle erklären, was die jungen Türkinnen mitbringen müssen, die im Warteraum vor der Schalterreihe sitzen. Hier, am Rande des großzügigen Botschaftsparks am Atatürk-Boulevard mit seiner Diplomatenresidenz, Verwaltungshäusern, Stallung und Tennisplatz, steht der Minister an einem brodelnden Kessel der deutsch-türkischen Beziehungen.

Seit vergangenen August können junge türkische Frauen (es sind Tausende im Jahr) und Männer (einige hundert) nicht mehr ohne weiteres zu ihren Ehegatten nach Stuttgart, Mannheim oder Berlin ziehen. Denn der Bundestag hat beschossen, es mit der Integration der drei Millionen türkischen oder türkischstämmigen Mitbewohnern des Landes ernster zu nehmen als je zuvor. Grundlage dafür sind Sprachkenntnisse. Andererseits hat Schäuble den Muslimen mit der Islamkonferenz ein neues Forum geschaffen. Nur wer mitreden kann, hat eine Chance auf Beteiligung, Bildung, Beruf.

Gespanntes Umfeld, eigentümliche Mischung

Das alles weiß die türkische Regierung, deren Repräsentanten Schäuble in Ankara besucht. Doch Ministerpräsident Erdogan und seine Minister sind selbst im Zwiespalt. Einerseits fühlen sie sich mitverantwortlich für die fernen Verwandten, die heute in „Almanya“ leben. Andererseits repräsentieren die Deutschlandtürken längst nicht mehr den wohlhabenden Teil der Bevölkerung, der im Sommer mit dem Mercedes in Ostanatolien Eindruck macht. Vielmehr gelten sie in der aufstrebenden, wirtschaftlich rasch wachsenden Türkei oft als arme Verwandte. Die rückständigen Ostanatolier in Berlin-Neukölln trügen Schuld daran, so denken viele in Metropolen wie Ankara oder Istanbul, dass das Image der Türkei schlecht sei, und deshalb auch mitverantwortlich für die Ablehnung des EU-Beitritts.

In diesem gespannten Umfeld bewegt sich Schäuble in Ankara und Istanbul, umweht von einer eigentümlichen Mischung aus Ehrerbietung und ununterbrochenen Beschwerden. So öffnen sich dem Deutschen einerseits die Türen zu den Büros der Regierungsspitzen. Am Montagabend sitzen die beiden Innenminister Schäuble und Atalay beim Essen, als plötzlich Hektik ausbricht und die beiden Minister eilig den Bankett-Saal verlassen, verfolgt von einem Dutzend überraschter Personenschützer. Später stellt sich heraus, dass unversehens der türkische Außenminister Babacan noch im Sheraton-Hotel vorbeigekommen ist. Er war eben aus Arabien gekommen und wollte gleich weiter nach Indien - aber nicht ohne eine halbe Stunde mit Schäuble gesprochen zu haben. Das ehrt den Besucher und zeigt Gastfreundschaft.

Schäuble: Kein Einfluss auf die Wortwahl der Presse

Andererseits bekommt der deutsche Politiker die türkischen Anliegen bei fast jedem Termin in Ankara so vorgetragen, als wandere hinter seinem Rücken derselbe Sprechzettel von Amt zu Amt. Darauf wird vor allem auf Sorgen und Probleme hingewiesen. Neben der Sprachprüfung, die nun vor einer Familienzusammenführung steht, wird stets die auf türkischer Seite erwünschte Möglichkeit einer doppelten Staatsbürgerschaft angesprochen. In dieser Frage hat Deutschland sich aber noch unter Rot-Grün für ein Optionsmodell entschieden, das junge Türken vor die Wahl zwischen einen der beiden Pässe stellt. Damit wird eine Lebensentscheidung verlangt. Schäuble findet das richtig und wirbt in Ankara um Verständnis.

Bei anderen Vorhaltungen verdüsterte sich die Miene des Ministers, etwa, wenn es um die „Diskriminierung der Türken“ geht oder die Terrororganisation PKK. Hier berichtet der türkische Botschafter offenbar immer wieder, dass „Kurdische Arbeiterpartei“ geschrieben und gesprochen werde, ohne das Attribut „terroristisch“. Überhaupt werde der Organisation zu viel Freundliches nachgesagt. Schäuble entgegnet dem, dass die PKK hierzulande verboten sei, aber nicht jeder kurdische Verein eine Terrorzelle. Übrigens habe die Bundesregierung keinen Einfluss auf die Wortwahl der deutschen Presse.

Am Dienstagabend endet der Besuch dann doch mit einem freundschaftlichen Gespräch im Wohnzimmer des Unternehmers Zapsu hoch über Istanbul. Dort unterhält sich Schäuble lange bei Wein und Säften mit dem Erdogan-Berater und anderen Gästen. Von hier aus hat man bei klarer Sicht einen weiten Blick auf die Meerenge, heute Abend liegt dichter Nebel über der Anhöhe. Man müsste mal wiederkommen, sagt Schäuble.

Quelle: www.faz.net ... »
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