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Thursday, 14. December 2017
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08.02.2008 1483
VERSÖHNUNGSREDE IN LUDWIGSHAFEN - Erdogan will zwischen Deutschen und Türken vermitteln

Verstimmungen, Verdächtigungen, Spekulationen: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan will all dem ein Ende machen - und hat an der Brandruine in Ludwigshafen für Verständnis geworben. Tausende Menschen kamen und spendeten Beifall.

Ludwigshafen - Die Menschen drängten sich an den Absperrzäunen, kletterten auf Bäume und sogar auf Übertragungswagen des Fernsehens: Rund 2500 Menschen waren heute zum Danziger Platz nach Ludwigshafen gekommen, um den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan zu sehen. Vier Tage nach dem verheerenden Feuer mit neun Toten in dem von türkischen Familien bewohnten Haus wollte sich Erdogan selbst ein Bild machen. Er schlug sehr versöhnliche Töne an. Doch die Stimmung wird wohl mindestens so lange angespannt bleiben, bis die Brandursache feststeht.

Auch auf dem Danziger Platz zeigte sich das heute wieder. So hielt ein Mann ein rotes Plakat mit der Aufschrift "Gestern Juden, heute Moslems" in die Höhe. Auf einem anderem war in Anspielung auf den Brandanschlag in den neunziger Jahren auf ein von Türken bewohntes Haus in Solingen zu lesen: "Gestern Solingen, heute Ludwigshafen. Morgen?" Doch solche Plakate waren die Ausnahme. Die meisten Menschen warteten stundenlang ruhig hinter dem Zaun, an dem in Erinnerung an die Toten viele Blumen hingen.

Der Beifall für Erdogans versöhnliche Rede zeigte schließlich auch, dass so manche Schlagzeile der vergangenen Tage nicht den richtigen Ton getroffen hatte. Der türkische Regierungschef appellierte dann auch direkt an die Medien in der Türkei und in Deutschland, nicht "mit großen Lettern" den Frieden zu stören. Auch die Medien sollten helfen, die Freundschaft zu stärken. Der türkische Regierungschef kündigte an, dass er morgen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ausführlich über Ludwigshafen sprechen werde.

Besonders genau dürften viele Einsatzkräfte der Ludwigshafener Feuerwehr den Worten Erdogans zugehört haben. Schließlich hatte es in den vergangenen Tagen heftige Kritik an ihrer Arbeit gegeben. (mehr...) Vorgeworfen wurde der Feuerwehr unter anderem, zu spät gekommen zu sein. Dabei standen die Löschzüge am Sonntag innerhalb von Minuten vor dem brennenden Haus.

Erdogan fand auch dafür klare Worte: Er danke der deutschen Polizei und Feuerwehr, sagte der Regierungschef. Sie hätten alles getan, was in ihrer Kraft gestanden habe. Der Schmerz sei groß, aber ohne das Engagement der Polizei und Feuerwehr wäre es noch größer gewesen, sagte er mit Blick auf die aus dem Haus geretteten Menschen.

"Wir sind in Trauer vereint"

Auch den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD), der gemeinsam mit Erdogan das ausgebrannte Haus besuchte, dürften diese Worte sehr erleichtert haben. Schließlich hatte er schon zuvor deutlich gemacht, dass er Vorwürfe gegen die Einsatzkräfte nicht akzeptieren wolle. Auch im Beisein Erdogans vor tausenden Türken auf dem Danziger Platz dankte er Feuerwehr und Polizei ausdrücklich für ihre Arbeit.

Beck sagte in seiner Ansprache: "Wir sind in Trauer vereint." Er betonte: "Wir trauern um die Toten und empfinden mit, welches Leid die Menschen über sich ergehen lassen mussten durch dieses furchtbare Unglück." Er versicherte, dass alles getan werde, um die Not der Opfer zu lindern. Beck bat alle Mitbürger, "dieses furchtbare Ereignis zu nutzen, um unser Miteinander und unsere Solidarität zu stärken".

Unklar ist aber weiterhin die Ursache des Feuers. Selbstverständlich werde alles getan, um das schreckliche Unglück aufzuklären, versicherte Beck. Begleitet werden die deutschen Ermittler dabei von vier türkischen Experten. Er hoffe, dass die Ermittlungen "sorgfältig und schnell" ein Ergebnis bringen, sagte Erdogan. Wann das Ergebnis vorliegen wird, ist noch völlig ungewiss. 20 Bürger würden im Krankenhaus behandelt. Er werde versuchen, einige zu besuchen, sagte Erdogan. Er sei sehr glücklich, dass es gelungen sei, das Leben vieler zu retten.

Quelle: www.spiegel.de ... »

08.02.2008 1482
ANGST IN LUDWIGSHAFEN - "Dann gibt es hier Krieg auf den Straßen"

Beck (2.v.l.), Erdogan (2.v.r.) vor Brandhaus: "Unser Schmerz ist groß"

Von Ferda Ataman und Jörg Diehl, Ludwigshafen

Der türkische Premier Erdogan und SPD-Chef Beck rufen in Ludwigshafen zu Besonnenheit auf: Doch die Appelle treffen auf Schmerz, Unsicherheit und Angst. Unter den Zuwanderern im Publikum fühlen sich viele benachteiligt, ausgegrenzt - und glauben den Beschwichtigungen nicht.

Ludwigshafen - Es ist eine unwirkliche Kulisse: Das ausgebrannte Haus liegt im rötlichen Licht der untergehenden Sonne. Von einer Litfasssäule schreit eine schrille Radiowerbung gegen den düsteren Ernst der Trauerkränze an. Und an zwei Mikrofonen, im Pulk vieler dunkel gekleideter Herren, stehen Kurt Beck, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und SPD-Chef, und Tayyip Erdogan, türkischer Premier. Aus den Lautsprechern dröhnen die übersteuerten Stimmen der Politiker und des Dolmetschers 2500 Türken und Türkischstämmigen entgegen.

"Seien Sie versichert", ruft Beck in die Menge, "es wird alles daran gesetzt, die Brandkatastrophe aufzuklären." Erdogan fügt hinzu: "Die deutsche Polizei und Feuerwehr hat alles in ihrer Macht Stehende getan, um zu helfen.

Seit Stunden warten die Menschen auf diesen Augenblick, in dem der Ministerpräsident aus Ankara ihren Gefühlen Worte verleihen wird. Seine bloße Anwesenheit ist ihnen Trost und Versprechen zugleich. Versprechen, dass "dieses Mal nichts unter den Tisch gekehrt wird" - so beschreibt der Arbeiter Ümit Doganay, 47, seine Skepsis gegenüber den deutschen Behörden. "Nicht so wie damals in Solingen, als kein Politiker genau hingeschaut hat."

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"Solingen" - dieses Wort hört man oft heute Abend hinter dem Bauzaun, der das fast ausschließlich türkische Publikum von den Journalisten, Polizisten und Politikern trennt. "Solingen" steht für den feigen rechtsextremen Anschlag auf eine türkische Familie, bei dem 1993 fünf Menschen in ihrem brennenden Haus ums Leben kamen. Kein Türke wird das jemals vergessen.

"Aber daran glauben wir nicht"

"Erdogan zeigt, dass uns jemand beschützt", sagt der Arbeitslose Selcuk Karadag, 22. Er hofft, dass den Türken mehr "Gerechtigkeit widerfährt", wenn die türkische Regierung sich hinter sie stellt. Die Deutschen behandelten ihn und seine Freunde unfair: "Andere Ausländer haben es nicht so schwer wie wir." Natürlich könne das Haus der türkischen Familie auch aus anderen Gründen in Flammen aufgegangen sein, sagen Selcuk und seine Freunde, "aber daran glauben wir nicht".

Die Türken, die Außenseiter des Landes - darüber sprechen auch fünf 18-jährige Frauen aus Ludwigshafen. "Warum sind hier denn gar keine Deutschen, um ihr Mitgefühl zu zeigen?", fragen sie. Tugba, eine der Freundinnen aus einem benachbarten Stadtteil, sagt, ihre Familie könne nachts nicht mehr ruhig schlafen. In ihrem Haus lebten auch nur Türken, "und wir haben Angst". Die jungen Frauen machen alle eine Ausbildung. Sie wünschen sich, dass es kein "Nazi-Anschlag" war: "Sonst gibt es Krieg hier auf den Straßen."

Publikum bei Erdogans Rede: "Wir haben Angst"

Auf dem schäbigen Parkplatz an der Jägerstraße offenbart sich an diesem Abend eine gewaltige Kluft zwischen den Politikern, die zu Besonnenheit mahnen, und dem Publikum mit seinen überbordenden Gefühlen. Die Appelle kommen bei den Türken hinter den Zäunen kaum an - schon akustisch. Zwei Lautsprecher für 2500 Menschen, das bedeutet: Viele können die beiden Botschafter der Mäßigung auf der Bühne nicht hören.

Die Stimmung ist auch deshalb so gespannt, weil die Suche nach der Brandursache immer noch andauert. Es gebe bisher keine Fakten, die in eine bestimmte Richtung weisen, sagte Oberstaatsanwalt Lothar Liebig von der zuständigen Staatsanwaltschaft Frankenthal. In dem Haus eingesetzte Suchhunde hätten keine Hinweise auf Brandbeschleuniger gefunden. Dies dürfe aber nicht überbewertet werden, sagte Liebig. Ein schnelles Ergebnis der Untersuchungen sei nicht zu erwarten. Es könne "mehrere Wochen" dauern.

SS-Symbole waren alt

Die "Tagesschau" berichtete heute unter Berufung auf "zuverlässige Quellen", im Keller der Brandruine seien fehlerhafte und amateurhaft verlegte Stromkabel entdeckt worden. Die Polizei wollte dazu "aus ermittlungstaktischen Gründen" noch keine Angaben machen. Fest steht inzwischen immerhin: Die Nazi-Symbole an dem Feuerhaus sind nicht frisch, sondern vor mehreren Jahren an die Wände geschmiert worden. Das gab Staatsanwalt Liebig bekannt. Neben dem Eingang des ausgebrannten und einsturzgefährdeten Wohnhauses steht zweimal das Wort "Hass". Die Buchstaben "S" sind mit SS-Runen geschrieben.

Dass eine rechtsextreme Szene in Ludwigshafen durchaus existiert - auch das wurde an diesem Donnerstag klar. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE nahm die Polizei gegen 15.20 Uhr in der Ludwigshafener Maxstraße, rund 300 Meter vom Brandhaus entfernt, zwei 24-jährige Männer in Gewahrsam. Die mutmaßlich rechtsextremen Störer hatten gegen mehrfach ausgesprochene Platzverweise verstoßen.

Nach Ende von Erdogans Auftritt wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.

Quelle: www.spiegel.de ... »

08.02.2008 1481
"HÜRRIYET"-EUROPA-CHEF: "Frau Merkel diskriminiert die Türken"

Türkische Medien werden von deutschen Politikern für ihre Berichterstattung über die Brandkatastrophe in Ludwigshafen massiv kritisiert. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE wehrt sich Kerem Caliskan vom Massenblatt "Hürriyet" gegen die Vorwürfe - und attackiert Kanzlerin Merkel.

SPIEGEL ONLINE: Herr Caliskan, Sie haben die Deutsche Schule in Istanbul absolviert und Brecht-Gedichte ins Türkische übertragen. Was haben Sie als erstes gedacht, als Sie von dem Brand in Ludwigshafen hörten?

Caliskan: Ich dachte: "Mein Gott, haben sie wieder gezündelt?" Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Der Brand kann natürlich durch einen Kurzschluss, eine Gasflaschenexplosion oder einen Unfall entstanden sein. Aber da ist auch die Aussage der beiden Mädchen, die einen Brandstifter gesehen haben. Wenn es Brandstiftung war, wird die deutsche Polizei das aufklären – davon gehen wir aus.

SPIEGEL ONLINE: Warum haben sich die Beziehungen zwischen Türken und Deutschen so verschlechtert?

Caliskan: Bundeskanzlerin Angela Merkel versucht zusammen mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, die Türkei aus Europa herauszudrängen. Diese Diskriminierung ist der Hauptgrund für all die Turbulenzen und Konflikte zwischen den Türken und Deutschen. Leider hält Frau Merkel an dieser Politik fest, um sich die Stimmen der konservativen Wähler in Deutschland zu sichern.

SPIEGEL ONLINE: Und davon fühlen sich auch die Deutschtürken in Hamburg und München betroffen?

Caliskan: Aber selbstverständlich! Sie werden dadurch zu dem ewigen "Ausländer" gemacht. Die türkischen Einwanderer haben seit den sechziger Jahren den Aufbau, und dann die Wiedervereinigung Deutschlands tatkräftig unterstützt. Jetzt zählen sie nicht zu den "zivilisierten Europäern" und werden ausgeschlossen. Das beleidigt sie zutiefst. Und die Rechtsradikalen nutzen das aus.

SPIEGEL ONLINE: Die türkischen Medien werden beschuldigt, in Ludwigshafen einen rassistischen Hintergrund geradezu herbeizusehnen. Haben Sie übertrieben?

Caliskan: Niemand wünscht hier eine Brandstiftung herbei. Wir haben in der "Hürriyet" schon am Tag darauf die Aussagen der beiden kleinen Mädchen abgedruckt. Sie hatten schon im Krankenhaus erzählt, dass sie einen Brandstifter gesehen haben. Was wir sagen ist: Die Wahrscheinlichkeit einer Brandstiftung ist hoch. Aber dass Neonazis dahinter steckten, haben wir nie geschrieben. Wir informieren die Leser über die neonazistischen Organisationen in und um Ludwigshafen. Das türkische Vereinslokal im Erdgeschoss wurde früher von extremen Rechten benutzt, und vor zwei Jahren flog ein Molotowcocktail dort hinein. Wir werden bis zur Aufklärung des Falles darüber berichten.

SPIEGEL ONLINE: Was sagen Sie zu den Vorwürfen, dass die türkischen Medien in Deutschland nicht besonders integrationsfördernd seien und im Falle Ludwigshafens eine negative Rolle spielten?

Caliskan: Die türkischen Medien tun ihr Bestes, damit in Deutschland erfolgreiche, gut ausgebildete, respektable Generationen von Türken aufwachsen.

SPIEGEL ONLINE: Gelingt die Integration oder ist sie gescheitert?

Caliskan: Hand aufs Herz: Wie sahen die Türken vor 40 Jahren hier aus? Sie konnten kein Wort Deutsch, sie kannten nicht einmal den Weg zum nächsten Krämerladen. Ihr Abenteuer der Anpassung an Europa ist das größte Integrationsabenteuer des 20. Jahrhunderts. Einst hat man sie kollektiv in "Türkenheime" eingewiesen, heute bewegen sich ihre Enkel auf den oberen Etagen der Konzerne und politischen Parteien. Unter den schwersten Bedingungen haben sich die Türken hier behauptet. Deshalb gebührt ihnen Respekt.

SPIEGEL ONLINE: Warum besuchte der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan gestern die Ruine von Ludwigshafen? Will er sich damit bei den Auslandstürken einschmeicheln, die bei den letzten Wahlen 2007 mehrheitlich für ihn stimmten?

Caliskan: Die Türken hier fühlen sich im Moment völlig im Stich gelassen. Erdogan weiß das. Er sollte eigentlich am Wochenende die Münchner Sicherheitskonferenz eröffnen. Dass er davor nach Ludwigshafen kam, war ihm sozusagen zur Pflicht geworden. Wenn er es nicht getan hätte, hätte man ihn scharf kritisiert. Also kam er.

SPIEGEL ONLINE: Sowohl Deutsche als auch Türken klagen über die Medien der anderen. Wie finden Sie die deutsche Berichterstattung über Ludwigshafen?

Caliskan: Die deutschen Medien berichten nicht gern über die Erstarkung extrem rechter Bewegungen. Ich gebe Ihnen ein aktuelles Beispiel: Am Mittwoch, den 6. Februar, haben Neonazis in München eine Versammlung abgehalten. Ich hatte dort einen eigenen Reporter sitzen. Sie haben Juden bedroht und den Rausschmiss aller Ausländer aus Deutschland gefordert. In den großen Zeitungen erschien darüber keine einzige Zeile. Zweites Beispiel: Die Entsendung der vier türkischen Experten nach Ludwigshafen wird mehrheitlich kritisiert. Das ist falsch. Da leistet eine türkische Regierung ihren Bürgern im Ausland moralische Unterstützung.

SPIEGEL ONLINE: Begreift sich die "Hürriyet" als das Sprachrohr der Türken in Deutschland?

Caliskan: Die Deutschtürken haben bis heute keine effiziente Lobby-Organisation. Der "Hürriyet" kommt diese Aufgabe wie von alleine zu. Sie versucht ihr seit 40 Jahren gerecht zu werden …

SPIEGEL ONLINE: … indem sie auch fast in jedem Dorf Deutschlands einen freiwilligen Reporter hat. Damit fühlen Sie den Türken auch den Puls. Wie ist ihre Seelenverfassung im Moment?

Caliskan: Überhaupt nicht gut! Die zunehmende Ausländerfeindlichkeit und diese letzten Brandkatastrophen haben sie unglaublich nervös gemacht. Sie fühlen sich bedroht, wenn sie zur Arbeit gehen, wenn sie ihre Kinder morgens zur Schule verabschieden. Das teilen sie uns täglich in Hunderten von Mails mit. Vor allem ärgern sie die Politiker, die auf ihrem Rücken auf Stimmenfang gehen.

SPIEGEL ONLINE: Was ja im Falle Roland Kochs in Hessen mächtig schief ging. Was müssen die Politiker, die Medien, ja alle tun, um das tief gestörte Verhältnis zu verbessern?

Caliskan: Die CDU sollte über ihre politische Linie nachdenken, die Türkei aus der EU auszuschließen. Wir wollen ein großes und sicheres Europa, dem auch die Türkei angehört. Die Türken in Deutschland können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Deutschland überaltert. Es kann die hier geborenen und aufwachsenden jungen Türken mit einer Bildungsoffensive als qualifizierte Arbeitskräfte und Rentenzahler gewinnen. Die Türken wollen nichts anderes als voll dazu zu gehören.

SPIEGEL ONLINE: Was wäre der erste Schritt dazu?

Caliskan: Den "West-Östlichen Diwan" Goethes in den Schulen zur Pflichtlektüre zu machen!

Das Interview führte Dilek Zaptcioglu.

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ZUR PERSON

Kerem Caliskan, 58, ist einer der bekanntesten Journalisten der Türkei und leitet seit 2005 die Europa- Ausgabe der türkischen Tageszeitung "Hürriyet" von Mörfelden- Walldorf bei Frankfurt am Main aus. Das Massenblatt mit täglich 120.000 verkauften Exemplaren ist das einflussreichste Medium der Türken in Deutschland.
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Quelle: www.spiegel.de ... »

08.02.2008 1480
Almanya’da ‘Hepimiz Türküz’ mesajları

Almanya’da yüzlerce Türk ve Alman, Ludwigshafen’deki yangında 9 Türk’ün öldüğü evi ziyaret ediyor; üzüntü mesajları ve çiçekler bırakıyor. Küçük Alman kızın “Eğer bir şey olduysa bizi affedin” yazılı notu dikkat çekiyor.

AA

LUDWIGSHAFEN - Almanya’nın Ludwigshafen kentinde yakılan ve 9 Türk’ün öldüğü eve; ülkenin dört bir yanından ziyaretçi akını başladı. Almanlar ve Türkler, çembere alınan ve polis kontrolündeki evin önündeki parkta toplanıyor. Evin önüne “Türkiye Cumhuriyeti Başbakanı”, “Devlet Bakanı Said Yazıcıoğlu” ve “Türkiye’nin Berlin Büyükelçiliği” çelenkleri konulurken, polis barikatına da Türk ve Alman bayrakları, karanfiller, oyuncaklar ve çocuklar tarafından çizilmiş resimler asılıyor. Christina isimli Alman çocuğun “Eğer bir şey olduysa bizi affedin” yazıp, gül resmi çizdiği notu dikkat çekiyor.

Çocukların resimler yaptığı Almanca notlarda “Çok korkunçtu, kalplerimiz sizlerle” ifadeleri dikkat çekiyor.

Alman Gisela Rote ise, Türkiye’ye tatile gittiğini belirterek, “Türkleri seviyorum” diyor; olayın sabotaj olup olmadığını ise bilmediğini söylüyor.

32 yıldır Almanya’da bulunan Düzceli Mustafa İnaloğlu, 17 yıldır Ludwigshafen kentinde yaşadığını söylüyor, “Daha önce Essen kentinde bulundum, ancak burada yabancı düşmanlığı olduğunu gördüm” diyor.

Bazı Türk vatandaşları ise, üzerinde “Vatan hasreti değil, bizi Nazi nefreti yaktı” yazılı bir dövizi açtılar, ancak kısa süre sonra kapattılar.

TÜRK DİZİSİ ERTELENDİ
Alman 1. televizyon kanalı ARD’de 10 şubat pazar günü yayınlanması planlanan ve tutucu bir Türk ailesini konu alan “Tatort” adlı polisiye dizisi, Ludwigshafen kentindeki yangın dikkate alınarak ertelendi.

Diziyi hazırlayan Südwestrundfunk (SWR) adlı radyo ve televizyon kuruluşunun yöneticisi Peter Boudgoust, bu konuda yaptığı açıklamada, acı yaşayan büyük bir camianın duygularını rencide etmemek için dizinin söz konusu bölümünü 6 Nisan Pazar günü yayınlama kararı aldıklarını söyledi.

SCHAEUBLE: ÜZÜNTÜMÜZ İNSANLARIN MİLLİYETİNE BAĞLI DEĞİL
Almanya İçişleri Bakanı Wolfgang Schaeuble ise “Westdeutsche Allgemeine Zeitung” gazetesine yaptığı açıklamada, “Yanımızda yaşayan 9 insanın ölümüne aynı şekilde üzülüyoruz. Bizim kurbanlarla ilgili üzüntümüz insanların milliyetine bağlı değil” dedi.

ŞU ANA DEK YANICI MADDE BULUNMADI
Yangınla ilgili araştırmada şu ana kadar yanıcı madde izine rastlanmadı.

Araştırmayı yürüten Frankenthal Savcısı Lothar Liebig, düzenlediği basın toplantısında, şu ana kadar yangını körükleyici bir maddenin izine rastlanmadığını belirtti.

Liebig, binaya sıkılan büyük miktardaki su nedeniyle özel eğitimli köpeklerin işinin de zor olduğunu ve yangının sebebinin henüz belirlenmediğini kaydetti.

Liebig ayrıca, yanan binanın yan duvarında yazılı bulunan Almanca “nefret” sözcüğünün, çok daha önceden oraya yazılmış olduğunu sözlerine ekledi.

Öte yandan, Alman televizyonları, Başbakan Recep Tayyip Erdoğan’ın Ludwigshafen kentindeki yanan binayı incelemesiyle ilgili haberlere geniş şekilde yer verdiler.

Alman özel televizyonu “N24”, vatandaşları itidalli davranmaya çağıran Başbakan Erdoğan’ın konuşmasından bir alıntı yaptı ve Almanya İçişleri Bakanı Wolfgang Schaeuble’nin de bazı açıklamalarına yer verdi.

Schaeuble, yangının sebebi henüz belli olmadan aşırı sağcılara tepki gösteren Türklerle ilgili olarak, Alman halkının tümüyle yabancı düşmanı olarak görülemeyeceğini belirterek, “Polise güvenmemek için en ufak bir neden yok” şeklinde konuştu.

Haberde ayrıca, yangında yakınlarını kaybeden aileler için şu ana kadar yaklaşık 50 bin Avro bağış toplandığı, Ludwigshafen takımının da 1. FC Kaiserslautern takımına karşı bir özel maç yapacağı ve bu maçın gelirinin söz konusu ailelere verileceği kaydedildi.

Başbakan Erdoğan ile olay yerine giden Sosyal Demokrat Parti (SPD) Genel Başkanı Kurt Beck de, yangında yakınlarını kaybeden insanların acılarını paylaştığını ifade ederek, “Bizi ayıramazlar, biz acımızda birleştik” dedi.

Alman hükümetinin göç ve uyumdan sorumlu Devlet Bakanı Maria Böhmer de, bir kez daha olaydan duyduğu üzüntüyü dile getirerek, olayın bir an önce aydınlatılması için her türlü çabayı harcayacaklarını söyledi.

Kaynak: www.ntvmsnbc.com ... »

08.02.2008 1479
ABD'de kadınların dörtte biri dayak yiyor

ABD'de kadınların dörtte birinin aile içi şiddete maruz kaldığı bildirildi...

Hastalıkların Kontrolü ve Önlenmesi Merkezi'nin raporuna göre, kadınların yüzde 23,6'sı yaşamının bir döneminde aile içi şiddete maruz kalıyor.

Merkezin tahminlerine göre, şiddet yüzünden yılda 1200 kadar kadın ölüyor, 2 milyon kadar kadın da yaralanıyor. Rapora göre, şiddet tüm gelir grubundaki ve eğitim seviyesindeki kadınlar için geçerli. Bunun yanı sıra bu kadınların çoğu yaşadıkları ortam yüzünden uzun dönemli sağlık sorunlarıyla karşılaşıyor. Aile İçi Şiddete Karşı Ulusal İttifak adlı örgütün müdürü Rita Smith, "Tehlikeli ve stresli bir ortamda yaşamanın sağlık üzerinde uzun dönemli etkisi var. Bu, bir savaş bölgesinde yaşıyor olmak gibi bir şey" dedi.

Merkez, şiddet gören kadınların felç olma riskinin yüzde 80, kalp veya mafsal iltihabı hastalıklarına yakalanma riskinin yüzde 70, astım riskinin yüzde 60 daha fazla olduğunu bildirdi. Bu kadınların alkol alışkanlığına tutulma ihtimali de diğer kadınlara göre yüzde 70 daha fazla. Merkezin raporunda erkeklerin bir kısmının da aile içi şiddet gördüğü belirtildi.

Kaynak: www.sabah.com.tr ... »
Ergebnisseiten: 1-10  11-20  21-30  31-40  41-50  51-60  61-70  71-80  81-90  91-100  101-110  111-120  121-130  131-140  141-150  151-160  161-170  171-180  181-190  <<  [191]  192  193  194  195  196  197  198  199  200  >>  201-210  211-220  221-230  231-240  241-250  251-260  261-270  271-280  281-290  291-300  301-310  311-320  321-330  331-340  341-350  351-360  361-370  371-380  381-390  391-400  401-410  411-420  421-430  431-440  441-450  451-460  461-470  471-480  481-482  
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