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03.07.2007 698
İETT, Atatürk Havalimanından seferlere başladı

İETT Taşıtlar Daire Başkanlığından alınan bilgiye göre, hava alanlarından şehir içine toplu taşımacılık yapan ve İstanbul'da 12 hata sahip olan Havaalanları Yer Hizmetleri A.Ş'nin (HAVAŞ) yanı sıra İETT de hava limanından İstanbul'un çeşitli noktalarına sefer koydu...

Yetkililer, Ulaşım Koordinasyon Merkezi kararıyla Atatürk Havalimanından şehir içine toplu taşımacılık hakkı kazanan İETT'nin Taksim hattına koyduğu 96T nolu otobüsün seferlere başladığını belirterek, sefer konulan Bakırköy, Avcılar, Aksaray, Sarıyer ve Kozyatağı gibi ana hatlara da önümüzdeki günlerde ulaşımın başlayacağını kaydettiler.

Öte yandan, HAVAŞ yetkilileri ise bazı basın yayın organlarında çıkan, ''HAVAŞ servislerinin 12 olan hattının 1'e düşürüldüğü'' yönündeki haberlerin asılsız olduğunu bildirdiler.

HAVAŞ'ın, yolcu taşıma hizmetini Sivil Havacılık Genel Müdürlüğü ile Devlet Hava Meydanları İşletmesi Genel Müdürlüğünün onayı ve Ulaştırma Bakanlığının verdiği A tipi ruhsatla gerçekleştirdiğini dile getiren yetkililer, sefer sayısının 1'e düşürülmediğini kaydettiler. HAVAŞ yetkilileri, kanun ve yönetmeliklere aykırı bir durumları bulunmadığını belirterek, seferlerinin devam ettiğini bildirdiler.

Kaynak: www.sabah.com.tr ... »

03.07.2007 697
Wie die kurdische Arbeiterpartei PKK unter den Augen von BND und Verfassungsschutz in Deutschland Rekruten anwirbt

Bericht: Stefan Buchen, John Goetz, Markus Schmidt

Sonia Mikich: "Rekrutieren für den Krieg. Wie ein Junge aus einer netten Familie in Langenfeld verführt wird - zum Kampfeinsatz im fernen Iran. Und eigentlich ging die Recherche dazu ganz anders los, wir fragten uns nämlich: Wer verübt - vom angeblich so ruhigen Nordirak aus - diese Terror-Anschläge gegen den Iran? Da gibt's nämlich einen heimlichen Krieg. Von der Weltöffentlichkeit unbemerkt, und von den Amerikanern geduldet.

Und dann führten die Spuren plötzlich nach Deutschland, nach Köln, wie Stefan Buchen und John Goetz herausfanden. Sie trafen auf Extremisten, die junge Leute anwerben, unter den Augen unserer Geheimdienste - völlig unbehelligt."

Langenfeld, Nordrhein-Westfalen. Seit 34 Jahren lebt hier die Familie K. Die Eltern fühlen sich in Deutschland wohl und sicher. Doch jetzt sind die großen Konflikte des Mittleren Ostens in ihren beschaulichen Alltag hineingeplatzt. Die Eltern vermissen ihren Sohn Sertan seit acht Monaten.

Fotos aus glücklicheren Zeiten. Sein Handy antwortet nicht mehr. Er hatte die Höhere Handelsschule in Leverkusen-Opladen besucht. Jetzt ist Sertan 21. Sie haben keine Ahnung, wo er ist.

Wir haben den Sohn gefunden, im Nordosten des Irak, nahe der iranischen Grenze, in einer der gefährlichsten Krisenregionen der Welt. In diesem Berglager lernt er seit Oktober das Handwerk der Guerilla.

Sertan: "Karnas nennen wir die Waffe. Ist Scharfschützengewehr für Attentate. Also da wurde ich speziell ausgebildet, für spezielle Attentate auf größere Generäle."

Sertan gehört einer Organisation namens PJAK an, Partei des Neuen Lebens in Kurdistan. Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit findet hier ein Krieg statt. Die jungen Rekruten dringen in den Iran ein und verüben dort Anschläge.

Sertan: "Speziell mit Sprengsätzen, mit Minen. Die Minen verarbeiten wir dann durch ... damit wir die mit Funkgerät von weitem in die Luft sprengen können. Die werden verarbeitet. Da haben wir Bombenexperten speziell ausgebildet. Vor drei Monaten hatten die Freunde einen Anschlag gemacht. Dabei sind ... 13 bis 14 Soldaten der iranischen Armee gestorben."

Ihr Sohn ein Terrorist? Bereit für die kurdische Sache zu sterben? Die Familie erfährt erst durch uns, wo Sertan abgeblieben ist. Sie sind fassungslos.

Mutter (Übersetzung MONITOR): "Ich fühle mich sehr schlecht. Ich möchte, dass mein Sohn zurückkehrt. Ich bin entsetzt."

Schwester von Sertan: "Er hatte meiner Mutter versprochen, dass er hier bleibt. Aber er hat sein Versprechen nicht gehalten."

Ideologieschulung: Wir beobachten, wie Sertan und die anderen Rekruten für den Kampf begeistert werden. Der Kommandant predigt etwas von den Kugeln der Guerilla, die die Dunkelheit erleuchten werden. Er fordert von den jungen Frauen und Männern Selbstaufopferung, lobt das Vorbild der Märtyrer. Sertan, der Junge aus Langenfeld, schreibt fleißig mit. So wurde er in kurzer Zeit auf Linie gebracht. Kann die hochtrabenden Ziele der PJAK nachbeten: die Regierung im Nachbarland Iran stürzen. Die Demokratie einführen. Die dort lebenden Kurden befreien.


Die Kurdenguerilla kontrolliert einen schmalen Streifen im Norden des von US-Truppen besetzten Irak. Von hier schickt sie Kämpfer über die Grenze. Bei Anschlägen haben sie in den vergangenen zwei Jahren nach vorsichtigen Schätzungen 200 Menschen getötet.

PJAK - das ist ein Tarnname, denn die Organisation bekennt sich zu Abdullah Öcalan, dem Chef der kurdischen Arbeiterpartei PKK. Sie ist in Europa und Amerika als Terrororganisation verboten.

Karge Speisen sind das einzige, was Sertan für seinen Einsatz bekommt. Sein Aufstieg zum Kämpfer begann in Nordrhein-Westfalen. Dort sei er von PKK-Leuten angeworben worden, berichtet er uns. Dann habe er drei Monate in einem PKK-Lager in Belgien verbracht. Und schließlich landete er hier, zusammen mit zwei jungen Kurden deutscher Staatsangehörigkeit.

Sertan: "Auch aus Deutschland kommen immer wieder. Aus Deutschland, aus Norwegen, aus Schweden hatten wir vor kurzem zwei, drei Neue. Aber speziell aus Deutschland und Frankreich."

Strammstehen der Rekruten vor dem Chef von PJAK.

Ansprache Haji Ahmadi, Vorsitzender PJAK (Übersetzung MONITOR): "Ich bin sehr froh, dass ihr bereit seid für diesen gesegneten Kampf", sagt Haji Ahmadi. "Die Kurden geben ein Beispiel dafür, was es heißt, bis zum letzten Mann zu kämpfen."

Haji Ahmadi sieht große Zeiten kommen für seine Organisation. Denn er genießt Schutz von ganz oben. Amerikanische Generäle im Irak sehen seine Aktivitäten nicht ungern. Sie besuchten sogar schon das Lager. Man gehe respektvoll miteinander um.

Haji Ahmadi, Vorsitzender PJAK: "Wir sind auch sogar positiv für die Amerikaner hier. Wir haben die ganze Bergkette von Armenien, von Aserbaidschan bis unten unter Kontrolle. Wenn wir nicht hier sind, dann kommen die Islamisten.

Reporter: "Sie wollen damit sagen, eigentlich nützt PJAK den Amerikanern."

Haji Ahmadi, Vorsitzender PJAK: "100 Prozent! 100 Prozent!"

Ist das der Grund, warum die Anwerbung neuer Kämpfer aus Europa so ungestört läuft?

Haji Ahmadi, Vorsitzender PJAK: "Viele kurdische Jugendliche, auch Mädchen, die kommen von Europa in den Kampf rein. Viele kommen zu uns, viele gehen nach Nordkurdistan, also in die Türkei."

Bei seinen Leuten im Nordirak ist Haji Ahmadi immer nur zu Besuch. Sein Hauptwohnsitz ist Köln am Rhein. Er hat, so sagt er, einen deutschen Pass. Von hier knüpft er Kontakte zu westlichen Politikern und Geheimdiensten. Auch der BND hat ihn schon besucht.

Haji Ahmadi, Vorsitzender PJAK: "Es war ein junger Mann, der ist gekommen. Er hat gesagt, dass er von dem BND ist. Und er hat diese Fragen, wie Sie auch ... jede Frage, die Sie fragen, auch gefragt. Ich habe dieselbe Antwort auch gegeben."

Reporter: "Also das heißt mithin, die deutschen Behörden wissen genau Bescheid, was Sie vorhaben, was Sie tun, wer Sie sind?"

Haji Ahmadi, Vorsitzender PJAK: "Die wissen ganz genau, was ich bin. Ich bin seit über 43 Jahren in Europa, meistens in Deutschland. Und die wissen auch, wer ich bin. Und die wissen auch, seit wann ich Vorsitzender oder ... Chef oder Präsident von PJAK bin."

Verfassungsschutz und BND haben gegenüber MONITOR bestätigt, dass sie PJAK kennen und beobachten. Werden also unter den Augen der Dienste Jugendliche in Deutschland für den Krieg gegen den Iran rekrutiert? Wir legen unsere Erkenntnisse dem Abgeordneten Hans-Christian Ströbele vor, Mitglied des parlamentarischen Kontrollgremiums für die Geheimdienste. Er vermutet schwere Versäumnisse der Behörden.

Hans-Christian Ströbele, Bündnis 90 / Die Grünen: "Wenn der Verdacht strafbare Handlungen und gerade so schwer strafbare Handlungen wie terroristische Vereinigung im Ausland oder auch das Anwerben von Rekruten für eine ausländische Macht vorliegen, dann ist die deutsche Strafverfolgungsbehörde verpflichtet zu ermitteln und der Sache nachzugehen und zu sehen, ob das für eine Anklage reicht."

Ermittlungen der Bundesanwaltschaft, bislang Fehlanzeige. Sertans Familie will ihren Sohn so schnell wie möglich zurück. Aber sie hat Angst, dass die PKK ihrem Sohn etwas antun könnte.

Vater von Sertan (Übersetzung MONITOR): "Wir sollten nicht die Polizei einschalten, hat mir die PKK gesagt. Sertan gehe es gut. Wir haben dann tatsächlich die Polizei nicht angerufen, weil wir dachten, das könnte unseren Sohn in Lebensgefahr bringen."

Den deutschen Behörden trauen sie keine Hilfe zu. Um ihren Sohn wiederzubekommen, hat sich der Vater jetzt ausgerechnet an die PKK gewandt. Bislang ohne jeden Erfolg.

Sonia Mikich: "Ich darf mal kurz daran erinnern, mit wie viel Energie und Aufwand die Behörden im Fall Murat Kurnaz aktiv wurden. Aber vielleicht gibt es ja so 'ne und so 'ne Terror-Verdächtige."

Quelle: www.wdr.de ... »

03.07.2007 696
Sendung Monitor: Rekruten aus Deutschland für Terroranschläge im Iran

Köln, 21. Juni 2007 - Die kurdische Rebellenorganisation PJAK rekrutiert in Deutschland Kämpfer für Terroranschläge im Iran - unter den Augen der deutschen Nachrichtendienste. Das berichtet das ARD-Magazin "Monitor" in seiner heutigen Sendung (Das Erste, 21.45 Uhr). "Monitor"-Reporter sprachen im Nordirak mit einem 21-jährigen Rekruten der PJAK, der aus Langenfeld in Nordrhein-Westfalen stammt. Die PJAK rekrutiert ihre Kämpfer systematisch in Westeuropa, viele junge Männer und Frauen kommen aus Deutschland. So wurde der Langenfelder PJAK-Kämpfer vor acht Monaten von PKK-Aktivisten angeworben. Er verbrachte drei Monate in einem PKK-Lager in Belgien, bevor er im Nordirak zum Scharfschützen ausgebildet wurde.

Der Vorsitzende der PJAK, Ahmadi, bestätigt im Interview mit "Monitor" diese Angaben. Ahmadi, nach eigenen Angaben deutscher Staatsbürger, operiert hauptsächlich von Deutschland aus, sein Wohnsitz ist in Köln-Westhoven: "Viele kurdische Jugendliche, auch Mädchen, die kommen von Europa. Viele kommen zu uns, viele gehen nach Nordkurdistan, in die Türkei."

Nach "Monitor"-Recherchen hat der Bundesnachrichtendienst Kontakt zu Ahmadi unterhalten. Seine Aktivitäten werden vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Verfahren sind nach Angaben der Bundesanwaltschaft bislang nicht anhängig. Die PJAK ist nach Erkenntnissen der deutschen Innenbehörden direkt der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK zuzurechnen. Die PKK steht sowohl in Europa als auch den USA auf der Liste der als terroristisch eingestuften Organisationen.

Das Mitglied des parlamentarischen Kontrollgremiums der Geheimdienste, Hans-Christian Ströbele von den Grünen, vermutet schwere Versäumnisse der Behörden: "Wenn der Verdacht auf so schwere strafbare Handlungen wie terroristische Vereinigung im Ausland oder auch das Anwerben von Rekruten für eine ausländische Macht vorliegen, dann ist die deutsche Strafverfolgungs-behörde verpflichtet zu ermitteln."

Die PJAK hat in den vergangenen zwei Jahren nach vorsichtigen Schätzungen bei Anschlägen im Iran mindestens 200 Menschen getötet.

Hier können Sie sich den Bericht anschauen ... »

Quelle: www.wdr.de ... »

03.07.2007 695
Besuch bei Kurden-Guerilla im Nordirak - Kleine Truppe mit zu viel Sprengkraft

Etwa 3000 PKK-Milizionäre haben sich im Grenzgebiet verschanzt - eine Reaktion der türkischen Armee könnte die ganze Region in Brand setzen.
Von Tomas Avenarius

Friedlich liegt die Brücke im Tal, der Fluss umspült gemächlich die Pfeiler, Sonnenstrahlen brechen sich in seiner trägen Strömung. Ein Mann geht über die Brücke. Den Strohhut im Nacken, die ausgefranste Krempe hat er nach oben gerollt. Das Gewicht des Eimers in der rechten Hand biegt seinen Oberkörper zur Seite, Wasser schwappt bei jedem seiner Schritte aus dem Eimer.

Ein kurdischer Bauer beim Wasserholen am Morgen auf einer Brücke am Zab, vor der Kulisse grüner Wälder und schroffer Gipfel? Bergromantik in Irakisch-Kurdistan? Das orientalische Impressionisten-Idyll täuscht: Über der Schulter des Mannes hängt ein Gewehr, am Gürtel baumeln Handgranaten.

Der Mann mit dem Strohhut und dem Eimer schiebt Wache: Er ist ein PKK-Kämpfer. Die Brücke am Großen Zab-Fluss im Nordirak markiert den Zugang zu einem der größten Lager der Kurdischen-Arbeiter-Partei, der türkischen Kurden-Guerilla. Oder, in den Worten der türkischen Regierung und ihrer Armee: Hier sitzen die Terroristen.

Rund 3000 PKK-Kämpfer sollen sich in den unzugänglichen Bergen des Nordiraks versteckt halten. Von diesem von ihnen selbst als "militärisches Sperrgebiet" abgeriegelten Gebiet aus unternehmen sie ihre Angriffe in der benachbarten Türkei. Sie legen Bomben, überfallen Außenposten der Armee, wollen sogar einen Güterzug in die Luft gejagt haben.

Der türkische Generalstab droht seit Wochen, wegen der PKK-Kämpfer in die irakische Bergregion einzumarschieren. "Ich habe schon im April gesagt, dass ein Angriff über die Grenze hinweg sinnvoll wäre. Ich denke dies bis heute", schilt Generalstabschef Jasar Buyukanit öffentlich seine Regierung. "Ein Terrorist bleibt ein Terrorist."

Die Kämpferin aus Köln

Der säbelrasselnde General will seine an der Grenze versammelten Panzer rollen, seine Jets und Helikopter abheben lassen. Sollte er dies - mit oder auch ohne Erlaubnis der zögerlichen Regierung in Ankara - tun, wäre dies etwas, was nicht nur die Türkei und die Kurden beträfe.

Der ganze Irak-Krieg könnte eine neue Wendung nehmen. Es wäre mit Sicherheit keine hin zum Besseren. Bisher ist der Nordirak so etwas wie eine Zone des relativen Friedens in einem dem Frieden sehr, sehr weit abgewandten Land.

Der PKK-Mann mit dem Strohhut stellt seinen Wassereimer ab, legt den Kopf in den Nacken, scannt mit bloßem Auge Himmel und Berghöhen. "Wir rechnen jederzeit mit einem Angriff", sagt er. Sollten General Buyukanits Soldaten kommen, werden seine Flugzeuge das Guerillalager am Zab mit Sicherheit schon in den ersten Minuten bombardieren; türkische Späher und Kommandos schleichen angeblich seit Wochen durch die umliegenden Berge. Der PKK-Mann sagt: "Es wäre nicht der erste Angriff in all den Jahren. Aber wir wissen uns zu verteidigen. Wir kämpfen für Apo, die Freiheit und die Revolution."

Apo, die Freiheit und die Revolution? Der "Apo", wie der oberste PKK-Chef Abdullah Öcalan heißt, sitzt seit acht Jahren in einem türkischen Gefängnis - "lebenslang". Die "Freiheit" für die türkischen Kurden lässt auch seit Jahrzehnten auf sich warten. Und die Revolution? Außer der PKK spricht keiner mehr im Nahen Osten von "der Revolution".

Im Gegenteil: Seit Jahren lassen militante Fundamentalisten zwischen Algier, Gaza und Bagdad jede weltliche Zwischenstation eines vermeintlichen Paradieses aus. Sie verorten die Gerechtigkeit und das Glück des Menschen nur noch im Himmel - und sprengen sich direkt ins Jenseits. Offenbar muss einer jahrelang von der Welt abgeschnitten in den schroffen kurdischen Bergen sitzen - wie der PKK-Mann auf der Brücke am Zab -, um bis heute unverdrossen an "die Revolution" zu glauben.

Der Brückenwächter ist aber nicht der einzige Revolutionsromantiker. Auch Beriwan schwärmt von "der Revolution, von einer für den Menschen". Die 26-jährige Kölnerin lebt in einem anderen PKK-Lager, ein paar hundert Kilometer entfernt, versteckt in den Kandil-Bergen an der iranischen Grenze.

Aufgewachsen als deutsche Kurdin in Köln, seit neun Jahren in den kurdischen Bergen, mal in der Türkei, mal im Irak, irgendwie immer auf der Flucht. Grüner Drillichanzug mit Pluderhose, Jacke und über dem Bauch den breiten Stoffgurt der Kurden, der an den Kummerbund eines Smokings erinnert. Nur dass hinter einem Kummerbund keine Waffen stecken wie bei Beriwan.

Beriwan gehört einer für ihre Brutalität berüchtigten Untergrundgruppe an, aber sie redet von ihren Träumen von einer besseren Welt: "Man sieht die Ungerechtigkeit und ändert sein Denken. Man kann die Menschen erziehen und diese Welt verbessern." Die Eltern der jungen Frau leben bis heute in Köln. Sie wissen, dass die Tochter sich für die PKK und den Apo entschieden hat, haben es anscheinend gebilligt. Beriwan sagt: "Abdullah Öcalan ist kein gewöhnlicher Mann. Er ist ein Lehrer der Menschen, ein großer Philosoph."

Viel Zeit für Hirngespinste

Das klingt nach klassischem Personenkult, nach dem endgültigen Schritt in ein anderes Leben, nach Polit-Scientology. Die PKK, in der Frauen und Männer gleichberechtigt nebeneinander leben und kämpfen, hat bei aller Militanz stets etwas von einer Sekte. Liebe, Sex, ein Mann - all das ist bis heute nicht vorgesehen bei Öcalans Parteisoldaten. Beriwan beantwortet die Frage nach ihren menschlichen Bedürfnissen mit dem Satz: "Wir tanzen manchmal zusammen. Wir spielen oder singen Folklore."

Aber die PKK ist kein Ferienlager für ewiggestrige Revolutionsromantiker, mit gemeinsamen Träumen von einer gerechten Welt bei straffer Führung nach innen und rücksichtsloser Gewalt nach außen. Die ursprünglich klassisch marxistisch ausgerichtete Untergrundpartei ist und bleibt eine stalinistisch-vertikal organisierte Organisation.

Mit Militanz und Terror kämpft sie gegen den türkischen Staat und die "Dorfschützer", wie die gegen die PKK auf der Seite der Regierung stehenden Clans und Sippen genannt werden. Etwa 30 000 Menschenleben hat der seit 1984 immer wieder aufflackernde Bürgerkrieg zwischen der PKK des "kurdischen Volksführers" Öcalan und der türkischen Armee schon gefordert: Die Geschichte der PKK ist blutbesudelt von Anfang an, und der türkische Staat schlägt mit ebensolcher Brutalität zurück.

Wobei die PKK sich politisch moderater gibt als früher: Die PKK-Führung spricht nicht mehr von Loslösung und einem eigenen Kurdenstaat im Südosten der Türkei, sondern von "demokratisch-konföderalen Modellen". Vom Recht nur noch auf die eigene Kultur und Sprache statt von dem Recht auf das eigene riesige Kurdistan, in dem irgendwann einmal alle Kurden der Region - aus der Türkei, dem Irak, Syrien und Iran - leben sollen. Wobei sich zumindest in der türkischen Armeeführung kaum ein General finden dürfte, der den Wandel der PKK für bare Münze nehmen würde.

Cemal Bayik wirft einen Blick aus dem Fenster, schaut auf die umliegenden Hänge und Gipfel: "Bei dieser Geographie mache ich mir keine Sorgen. Solange das kurdische Volk mit dem Herzen zu uns steht, vertreibt uns aus diesen Bergen keiner." Vor der Kulisse des Bauernhauses am Fuß der Kandil-Berge stehen ein gutes Dutzend PKK-Kämpfer herum.

Die Männer und Frauen sind Bayiks Leibgarde - auf der "Tot-oder-lebendig"-Liste der türkischen Armee und des Geheimdienstes steht Bayik als Mitglied der PKK-Führung ganz oben. Bayik hat die PKK zusammen mit Öcalan aufgebaut. Als Chefideologe der Partei ist er für die theoretischen Fundamente des "Befreiungskampfes" zuständig; als ehemaliger Militärchef bestimmt er mit Sicherheit auch die Strategie im Kampf gegen die türkische Armee mit.

Mit seinem inhaftierten Parteiführer Öcalan teilt Bayik den Hang zu endlosen Monologen. Obwohl er auch im Nordirak jederzeit mit einem Attentat rechnen muss, lässt er sich jede Zeit der Welt. "Was derzeit geschieht, ist türkische Innenpolitik. In der Türkei wird am 22. Juli gewählt, und die Armee will die regierenden Islamisten bei dieser Gelegenheit loswerden." Weshalb die PKK bereit sei, die von ihr vor längerem angebotene Waffenruhe bis nach den Wahlen einzuhalten. "Wir wollen sehen, ob es eine neue Regierung gibt und für welche Kurdenpolitik sie steht."

Angesichts des Aufmarsches jenseits der Grenze macht Bayik sich allerdings wenig Illusionen: "In der Türkei gibt es nur ein einziges Machtzentrum - die Armee. Und die will die PKK vernichten." Aber, so sagt er, "wir verteidigen uns nicht das erste Mal erfolgreich." Der PKK-Führer vertraut aber nicht nur auf die Waffen seiner Kämpfer, er liest auch die größere politische Landkarte. Die USA haben die Türkei mehrmals vor einem Einmarsch in den Nordirak gewarnt: Washington hat kein Interesse an neuen Fronten im Irak. Weshalb Bayik sich zu der Idee versteigt, die Anwesenheit seiner Guerilla in den Bergen Nordiraks liege eigentlich im Interesse der amerikanischen Generale: "Wäre die PKK nicht in den Kandil-Bergen, würden sich sofort islamistische Gruppen einnisten. Wir schützen auch die Interessen der USA." Bedauernd fügt er hinzu: "Leider sind die Zeiten nicht nach enger Freundschaft zwischen den Amerikanern und den Kurden."

Das aber sind Hirngespinste: Sollte die türkische Armee eine mehrere Kilometer breite Pufferzone auf der irakischen Seite der Grenze besetzen, wird es nicht die US-Armee sein, die der PKK zu Hilfe eilt. Anders wäre es schon mit den Kurden im Irak. Auch wenn Konflikte mit den mächtigen türkischen Nachbarn das sind, was sie sich aus politischen und wirtschaftlichen Gründen am wenigsten erlauben können: Die irakischen Kurden müssten zwangsläufig reagieren. Auch wenn sie inzwischen ihren halb offiziellen Kurdenstaat im Irak regieren und eine Guerillabewegung wie die ihrer PKK-Brüder nicht mehr wirklich leiden mögen - auch ein PKK-Kurde ist ein Kurde.

Der nordirakische Kurdenführer Massud Barsani hat für den Fall eines türkischen Einmarsches bereits sein Gegenszenario an die Wand gemalt: Sollten die Türken in den Irak kommen, werde er im Gegenzug die türkischen Kurden gegen Ankara aufwiegeln. Das Problem der Türkei sei ohnehin nicht die PKK. "Das Problem für die Türkei ist, dass die Kurden überhaupt existieren."

Kämpfe zwischen der PKK und den irakischen Kurden auf der einen und der türkischen Armee auf der anderen Seite - das wäre das Ende der Ruhe im Nordirak. Pessimisten fürchten sogar, dass ein türkischer Einmarsch zur Vorstufe eines Regionalkonfliktes werden könnte. Bisher ziehen Syrien, Iran, Jordanien und Saudi-Arabien ihre Strippen verdeckt im Irak. Sollten die Panzer der Türken rollen, könnten auch die anderen Nachbarstaaten im Irak intervenieren. Was das für die US-Besatzer hieße, ist klar.

Verstecken und abwarten

So könnten 3000 Militante in den Bergen jenseits der Grenze der türkischen Militärführung den Vorwand bieten, sich mit ihren Panzern an der Hegemonialpolitik zu versuchen. Das Militär, das sich als Herr und Hüter der Türkei versteht, fürchtet nichts so sehr wie einen Kurdenstaat im Irak. Der aber zeichnet sich seit dem Sturz Saddam Husseins zumindest als vage theoretische Möglichkeit - und im Herzen vieler Kurden ab.

Fürs Erste sind die irakischen Kurden entschlossen, zum Jahresende ein umstrittenes Referendum abzuhalten: Sie wollen die ölreiche Region rund um die irakische Stadt Kirkuk zu ihrer autonomen Region dazuschlagen. Sollte die Bevölkerung Kirkuks ja sagen - woran angesichts der kurdischen Mehrheiten in der Großregion Kirkuk wenig Zweifel bestehen - träte für die Hardliner unter den Türken der Ernstfall ein. Eine autonome Region der irakischen Kurden, die sich mit dem Öl aus Kirkuk finanzieren kann: Aus türkischer Sicht kann dies nur die Vorstufe sein zu einem unabhängigen Kurdenstaat im Norden des Irak. Und der, so fürchten das Militär und Kemalisten, würde magnetische Anziehung auf die 14 Millionen türkischen Kurden ausüben. Der Zerfall des Atatürk-Staates, so das Szenario, wäre nicht mehr weit.

Es ist eine absurde Situation: Die PKK mit ihrer aus der Zeit gefallenen Revolutionsideologie vom herbeizubombenden besseren Menschen und ihrem seit fast einem Vierteljahrhundert erfolglosen "Befreiungskampf" könnte den Vorwand bieten für realpolitische Manöver klassischen Kalküls: Bayik, Beriwan und der Brückenwächter wären nichts als Puzzlesteine in einem größeren Spiel. Nicht ohne Grund fragt Generalstabschef Buyukanit seine Regierung: "Marschieren wir gegebenenfalls nur ein, um die PKK zu bekämpfen? Was machen wir, wenn wir von den irakischen Kurden angegriffen werden? Wir müssen die politischen Ziele kennen."

Bayik, der Chefideologe, Beriwan und die anderen PKK-Kämpfer steigen auf einen Pick-up und fahren auf einer Schotterstraße zurück in die Berge. Irgendwo in irgendeinem Tal werden sie warten, wie die Dinge sich entwickeln, ob und wann die türkische Armee angreift, um sie "zu vernichten". Ihren selbst ausgerufenen Kampf für "die Freiheit, Apo und die Revolution" werden sie ohnehin verlieren. Ihre Gegner hingegen könnten mit der unfreiwilligen Hilfe Beriwans und ihren Genossen eine ganze Menge gewinnen.

Quelle: www.sueddeutsche.de ... »

03.07.2007 694
"Almanya’daki Türk toplumu dışlanıyor"

Almanya`nın Frankfurt şehrinde Türk sivil toplum örgütlerinin ileri gelenleri bir araya geldi.

Alman hükümetinin yeni göç yasasının Türk halkına olumsuz yansıması ve Türkiye`de yapılacak olan seçimlerde Avrupalı Türklerin seçme ve seçilme hakları ile ilgili işlemlerin yapılmamasını eleştiren Frankfurt Göçmenler Merkezi (TGD), Türk-Alman İşadamları Dernekleri Almanya Federasyonu (TİDAF), Verein für Kultur und Bildung (KUBİ), Rhein-Main Türk Toplumu (TGRM) yetkilileri görüşlerini basın mensuplarıyla paylaştı. Toplantıya ev sahipliği yapan KÜBİ Başkanı Arif Arslaner Türk sivil örgütlerinin bu gibi önemli konularda bir araya gelmesinin çok önemli olgunu söyledi. Arslaner konuşmasında, "Almanya'da yaşayan Türkleri ilgilendiren sorunlar oldu, çok büyük darbeler aldık. Almaya hükümeti Türkleri asimile etmek isteyen bir tutum aldı. Kendi ülkemiz ise bizi görmezden gelerek ne seçme ne de seçilme hakkı tanıdı" dedi . Ne Almanya`nın, ne de Türkiye`nin Almanya`da yaşayan Türkleri ciddiye almadığını söyleyen Arslaner, "Almanya bir göç ülkesine yakışır bir şekilde hareket etmek yerine bizi asimile etmek, eritmek isterken, Türkiye`de seçme ve seçilme ile ilgili haklarımızı tanımak yerine bizleri halen sadece döviz gönderecek ve Türkiye lehine lobi yapacak bir kitle olarak görüyor" dedi. Almanyalı Türklerin sanat, ekonomi, eğitim ve spor alanında ciddi başarılar kaydettiğini ifade eden Arslaner, " Türkiye`deki siyasilerin bencil davranışları sebebiyle bütün bu başarıların aynısını siyasette göremiyoruz. Biz Almanya ve Türkiye`ye katkıları olabilecek bir toplumuz, Türk futbolu Almanya`dan gelen sporcular olmadan düşünülemiyorsa, Türk siyaseti de Almanyalı Türklersiz düşünülemez olmalıdır" dedi. TGD Başkanı Şener Sargut ise, 12 sene önce Anayasa´nın Avrupalı Türklerin seçme ve seçilme hakkı ile ilgili düzenlemelere müsaade verdiğini, ancak üç dönem geçmesine rağmen halen adım atılmadığını kaydetti. Şener, Almaya`da çıkan göç yasası ile ilgili görüşlerini de aktardı. Alman göç yasasında özel olarak Türklere karşı çıkarılmış kanunların olduğunu söyleyen Şener, bu kanunların zorla evlendirmeleri engellemek, evlenme yaşını 18 ile sınırlamak gibi tuhaf gerekçelerinin bulundugunu belirtti. Bu gibi kanunlarla hem Almanlara hem Türklere mesaj verildiğini kaydeden Şener, "Bu şekilde Almanlardan oy alıyorlar, diğer taraftan da Türklere, ne yaparlarsa yapsınlar ayrımcılık yapmak için mutlaka bir yol buldukları mesajını veriyorlar" şeklinde konuştu. Yeni göç yasası ile gelen sorunlara karşı ellerinden gelen her şeyi yaptıklarını, ancak başarılı olamadıklarını söyleyen Şener, Türk halkının konunun ciddiyetinin farkında olmamasından yakındı.

TİDAF Basın Sözcüsü Sait Özcan da, Alman makamlarının hep demokrasiden, uyumdan ve insan haklarından bahsettiğini, ancak uygulamalarında aşağılayıcı olduğunu söyledi. Ağırlıklı olarak Avrupalı Türklerin seçme ve seçilme hakkına değinen Özcan, 2,5 milyon seçmeniyle 26 milletvekili çıkaracak potansiyele sahip olan Avrupalı Türklerin Türkiye´nin üçüncü seçim bölgesi haline geldiğini söyledi. Özcan: "Almanya`da yaşayan Iraklılar, Azeriler seçimlere katılabiliyor; biz kırk yıldır buradayız ve katılamıyoruz" dedi. TGRM`den Erhan Saygun ise, Avrupalı Türklerin dışlamacılığı sadece Almaya`dan değil, Türkiye`den de gördüklerini söyledi. "Seçme ve seçilme hakkının tekrar ele alınmasını istedik. Bu isteğimizi medya üzerinden tekrar tekrar ilettik. Bizzat Türkiye`de yetkililerle görüştük" diyen Saygun, demokrasiye katılmak istediklerini, Almaya`dan Türkiye`ye gönderilecek bir milletvekilinin Avrupalı Türkleri temsil edebileceğini, aynı zamanda Türkiye`nin dışarıdaki konumunu güçlendirip işlerini kolaylaştıracağını söyledi.

Kaynak: www.eurozaman.com ... »
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